Der Cheftrainer der Lwiw „Karpaty“ Vladislav Lupashko sprach über seine Sicht auf den modernen Fußball.
Vladislav Lupashko. Foto: fckarpaty.org.ua„In der Champions League bin ich auf Spiele von PSG gestoßen und habe wirklich verstanden, dass es dort viel Ähnliches gibt zu dem, wonach wir streben. Für mich gibt es keinen besseren Fußball als den, den PSG zeigt, wenn ihre Spieler in jeder Zone mutig sind.
Verstehen Sie, das Wichtigste sind die Fußballer. Der Trainer sollte Einfluss auf sie haben, darf aber während der Spiele nicht die Hauptperson sein. Die Spieler müssen Entscheidungen treffen. Wir müssen einen Trainingsprozess schaffen, in dem sie diese Momente erleben. Damit es für sie im Training schwieriger ist als in den Spielen. Damit sie den Druck durch individuelle Aktionen abbauen können.
Wir versuchen, all das zu tun. Unsere Innenverteidiger befinden sich oft in der Zone der Flügelverteidiger oder des defensiven Mittelfeldspielers. Es kommt vor, dass der Winger mit dem Fullback die Positionen tauscht — und der Winger dann überhaupt im Ballbesitz in der Zone des Innenverteidigers ist. Das mag vielleicht lustig aussehen, aber wir wollen die Anzahl solcher Fälle noch erhöhen. Der Hauptfokus bei der Vorbereitung auf die nächste Meisterschaft wird gerade darauf liegen — wir müssen es mutiger machen, wir müssen das Spiel entfalten.
Was PSG gerade tut — das ist einzigartig für den modernen Fußball. Dieser Trend könnte die Liebe zum Fußball zurückbringen, die weltweit gerade verloren geht. Die Menschen wählen andere Freizeitbeschäftigungen. Wenn wir in der Ukraine so nicht denken, wird dieser Sport einfach an Relevanz verlieren.
So etwas wie in Lwiw, wo Kinder große Fans ihres Vereins sind, gibt es heute in der Ukraine nur selten. Wir müssen das mit solch ehrlichem, lebhaftem und ästhetischem Fußball wie dem von „PSG“ wiederherstellen. Es ist lebhaft, dynamisch. Das Spiel von PSG ist kontrolliertes Chaos. Auch wir streben danach“, — sagte Lupashko.
