Oleg Luhznyj: „Ich nehme die Worte darüber, dass Schewtschenko absichtlich in die Tore von Filimonow traf, immer noch mit einem

Der ehemalige Kapitän von Kiews „Dynamo“ und der ukrainischen Nationalmannschaft Oleg Luhznyj erinnerte sich an das Duell der ukrainischen Nationalmannschaft gegen die russische Nationalmannschaft in der Qualifikationsrunde zur Euro-2000.

Oleg Luhznyj

„Eine andere Geschichte – das ist das Jahr 1999 und die Niederlage gegen die Slowenen (1:2, 1:1, — Anm. d. Red.) im Play-off um das Recht, bei der Euro zu spielen. Es war wirklich sehr schmerzhaft. Besonders nachdem wir die Russen aus dem Weg geräumt hatten. Die Spiele gegen sie wurden als großes politisches zwischenstaatliches Duell wahrgenommen.

Die Ukraine und Russland spielten damals zum ersten Mal gegeneinander nach dem Zerfall der Sowjetunion. Der Kontext ist klar. In Kiew gewannen wir 3:2. Nach dem Spiel in Moskau (1:1, — Anm. d. Red.) wurde unser Bus mit Flaschen beworfen. Die Fenster wurden zerbrochen. Die Russen waren wütend.

Das Spiel bleibt vor allem wegen des Torfreistoßes von Schewtschenko und dem Fehler des Torwarts Filimonow in Erinnerung. Ich nehme die Worte darüber, dass Schewtschenko absichtlich ins Tor traf, immer noch mit einem Lächeln auf. Alle, die im Fußball tätig sind, werden mich verstehen. Man kann jeden professionellen Torwart ins Tor stellen und den besten Fußballspielern der Welt (sagen wir, Henry, van Basten, Baggio) die Gelegenheit geben, von dem Punkt zu versuchen, von dem Schewtschenko geschossen hat. Wenn der Torwart auf der Linie steht, wird es unmöglich sein, ihn zu überwinden. 40 Meter bis zum Tor! Von der Seitenlinie wird niemand direkt schießen. Wir hatten einfach sehr viel Glück. Gott hat uns geküsst.

Obwohl man nach diesem Moment schon alles sagen kann, was man will. Das Niveau des Duells war so hoch, dass alles um einen herum irgendwie elektrisiert war. Die russische Publikation „Sowjetski sport“
veröffentlichte die Schlagzeile „Bey, Chochlov! Rettet Russland!“. Lokale Journalisten spielten mit dem Nachnamen eines ihrer Fußballspieler und versuchten gleichzeitig zu beißen. Aber das kam uns nur zugute, weil es die Vorfreude auf das Spiel noch weiter steigerte.

Ich liebe solche Spiele, wenn alles brodelt und tobt. Das gibt mehr Kraft und Energie! In Moskau hatte ich keine Angst zu spielen, im Gegenteil – das war eine riesige Herausforderung. Die Freude über den Sieg war riesig. Nach dem Schlusspfiff kamen die Premierminister beider Länder, Putin und Pustowoitenko, in die Kabine. Aber uns war es egal, wir hatten Russland aus der Euro herausgelassen!“, — erinnert sich Luhznyj in den Seiten seiner autobiografischen Buch „Ohne Kompromisse. Die ehrliche Geschichte unseres Fußballs“, das bereits für eine Vorbestellung auf der Website des Verlags verfügbar ist — stretovych.com.ua.